Operative Behandlung der Zerebralparese in Budapest

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Die Zerebralparese ist ein Sammelbegriff. Er bezeichnet Zustände, bei denen sich Bewegung und Körperhaltung des Kindes aufgrund einer frühen Schädigung des zentralen Nervensystems nicht in der gewohnten Weise entwickeln. Die Schädigung entsteht meist im Zeitraum um die Geburt und ist statisch: Sie verschlechtert sich im Laufe der Zeit nicht weiter. Die daraus folgenden Probleme des Bewegungsapparates hingegen schon.

Genau dieser Unterschied macht die operative Behandlung sinnvoll. Die Hirnschädigung selbst kann die Orthopädie nicht beeinflussen. Ihre Folgen – die steifen Muskeln, die eingeschränkten Gelenke und die fehlgestellten Knochen – jedoch sehr wohl.

In der Budapester Privatklinik für Bewegungsapparat befasst sich Dr. Ákos Morvai, Chefarzt für Kinder- und Neuroorthopädie, mit der orthopädischen Behandlung der Zerebralparese. Zur Sprechstunde empfängt er Familien in Óbuda und Buda, die Operationen finden ebenfalls in Budapest statt.

Warum kann eine Operation notwendig sein?

Die geschädigten Hirnareale senden keine geeigneten Steuersignale an die Muskulatur. Einzelne Muskelgruppen werden dadurch übermäßig angespannt – das nennt man Spastik. Bei anderen bleibt die Kraft unzureichend, das ist die Parese. Die Muskeln arbeiten nicht im Gleichgewicht miteinander.

Mit dem Wachstum des Kindes hat dies Folgen. Der Knochen wird länger, der ständig angespannte Muskel kann damit jedoch nicht Schritt halten. Das Gelenk gerät dauerhaft in eine ungünstige Stellung. Anfangs ist dieser Zustand noch flexibel, später entsteht daraus eine feste Bewegungseinschränkung, die man Kontraktur nennt. Auf dem Boden der Kontrakturen entwickeln sich sekundäre Knochen- und Gelenkdeformitäten, und diese verändern die Statik des Körpers. Von hier führt der Weg zu einer zunehmenden Gangstörung und zu wiederkehrenden, belastungsabhängigen Schmerzen.

Viele Eltern erleben genau das und finden es verwirrend: Die Diagnose hat sich nicht geändert, dennoch ist die Beweglichkeit des Kindes schlechter geworden. Nicht die Hirnschädigung hat sich verschlechtert. Der Körper ist gewachsen.

Was die Operation erreichen kann – und was nicht

Der Orthopäde behandelt nicht die neurologische Ursache – das ist das Gebiet der Neurologie und der Neurochirurgie. Womit die Orthopädie arbeitet, ist die Folge am Bewegungsapparat: das Lösen der Kontrakturen und die Wiederherstellung des statischen Gleichgewichts des Körpers.

Das Ziel ist immer funktionell:

Das Ziel ist immer funktionell:

  • Natürlichere Bewegung, die besser zur eigenen Funktionsweise des Körpers passt
  • Mehr Selbstständigkeit im Alltag
  • Leichter durchführbare Pflegeaufgaben für die Familie
  • Weniger Schmerzen, die vom Bewegungsapparat ausgehen

Was die Operation nicht kann:

Die Zerebralparese heilen. Nach heutigem Kenntnisstand ist der Zustand nicht heilbar.

Behandelbar ist er jedoch, und zwar gut: Mit gezielten Therapien kann die Lebensqualität der Kinder verbessert werden

Dr. Ákos Morvai

Dr. Ákos Morvai

Chefarzt für Kinder- und Neuroorthopädie

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Praxis Budafoki út: Montag
Praxis Bokor utca: Mittwoch, Sonntag

Bitte wählen Sie die für Sie passende Leistung aus

Bei einer Untersuchung in der Kinderorthopädie bitten wir Sie, bei der Terminbuchung den Namen und die Daten des Kindes anzugeben, das zur Untersuchung kommt.

Die Kontrollgebühr gilt nach der Erstuntersuchung für 3 Monate bei derselben Beschwerde.

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Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie zu dem bereits gebuchten Termin doch nicht kommen können, spätestens 24 Stunden vorher Ihre Absageabsicht. Damit ermöglichen Sie auch anderen Patienten, rechtzeitig die erforderliche medizinische Versorgung zu erhalten. Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit und Ihr Verständnis!

Absage: +36 1 44 33 433

Sollten Sie für die von Ihnen gewählte Woche keinen freien Termin finden, rufen Sie bitte für weitere Unterstützung unser Call-Center unter der Telefonnummer +36 1 44 33 433 an! Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen gerne zur Verfügung und helfen Ihnen, einen Termin beim gewählten Arzt oder einem anderen Facharzt entsprechend Ihrer Beschwerden zu vereinbaren.

Wo steht die Operation in der Behandlungsabfolge?

Die Behandlungsstrategie schreitet immer von den weniger invasiven Verfahren zu den komplexeren fort.

Konservative Grundlage

Kontinuierliche Physiotherapie und konduktive Förderung. Hinzu kommen Orthesen, also individuell angefertigte äußere Schienen und Stützen, die die Gelenke positionieren, der Entstehung von Kontrakturen vorbeugen und dem Gehen eine stabilere Unterstützung geben. Ergänzt wird dies durch speziell angefertigtes Schuhwerk.

Gezielte Eingriffe an den Nerven

Besteht beim Kind eine ausgedehnte, schwere Muskelspastik, die die gesamte untere Extremität oder sogar den ganzen Körper betrifft, kann auch eine neurochirurgische Lösung erwogen werden. Bei der selektiven dorsalen Rhizotomie (SDR) durchtrennt der Neurochirurg nur einen genau festgelegten Teil der aus dem Rückenmark austretenden sensiblen Nervenwurzeln. Beschränkt sich die Spastik auf einzelne konkrete Muskelgruppen, kann die lokal wirkende selektive periphere Neurotomie eine Lösung darstellen. Wichtig zu betonen ist, dass diese spezifischen Eingriffe an den Nerven von einem Neurochirurgen und nicht von einem Orthopäden durchgeführt werden.

Orthopädische Korrektur

Ist eine Kontraktur oder eine Knochendeformität bereits entstanden, lässt sie sich durch Übungen nicht mehr rückgängig machen. An diesem Punkt kommt die Operation in Betracht

Minimalinvasive orthopädische Eingriffe

Mit der Weiterentwicklung der Operationstechnik sind die klassischen Eingriffe mit großer Freilegung, erheblichem Blutverlust und langer Gipsruhigstellung in vielen Fällen nicht mehr erforderlich. Die folgenden Verfahren sind gewebeschonend, gezielt und belasten den Organismus des Kindes deutlich weniger.

  • Perkutane Muskel- und Faszienlösung (Myofasziotomie): Ein Eingriff, der durch die Haut über winzige Einstiche oder minimale Öffnungen erfolgt. Der Operateur löst die angespannten Muskel- und Bindegewebshüllen. Eine große Freilegung ist dafür nicht erforderlich, daher bleiben Gewebeschädigung und Narbenbildung minimal.
  • Sehnenverlängerung über einen kleinen Schnitt: Dient dem Lösen bereits entstandener Kontrakturen. Die wichtigsten verkürzten Sehnen werden anatomisch exakt über winzige Schnitte verlängert, anstatt über eine große und schmerzhafte Freilegung.
  • Gezielte Korrektur auf mehreren Ebenen: In einer einzigen Operationssitzung lassen sich mehrere Gelenke korrigieren, zum Beispiel Hüfte, Knie und Sprunggelenk gleichzeitig. Das biomechanische Gleichgewicht der unteren Extremität wird so als Ganzes wiederhergestellt, und das Kind muss sich nicht mehreren aufeinanderfolgenden Operationen unterziehen. Die lokale Belastung bleibt dabei geringer.
  • Korrektur einer Knochendeformität durch gesteuertes Wachstum: Bei einem noch wachsenden Knochen wird ein Teil der Wachstumsfuge mit einem kleinen Metallimplantat vorübergehend blockiert. Der Knochen korrigiert die Achsabweichung anschließend allmählich mit seiner eigenen Wachstumskraft.
  • Gelenkstabilisierung mit geringer Belastung: Fixationsverfahren, die eine krankhafte Verschiebung und Instabilität des Gelenks verhindern und dabei den größtmöglichen funktionellen Bewegungsumfang erhalten.
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Was bedeutet das in der Praxis?

Diese Techniken gehen mit einer geringeren operativen Belastung einher als herkömmliche offene Verfahren. Das Gewebe heilt schneller, die frühe Rehabilitation kann früher beginnen, das Kind ist früher belastbar, und nach dem Eingriff ist mit weniger Schmerzen zu rechnen.

Die Frage des Zeitpunkts

Die Zerebralparese ist immer individuell. Es gibt kein Behandlungsschema, das bei jedem Kind funktioniert, und kein Lebensalter, an dem sich der Eingriff automatisch ausrichten ließe.

Ein erheblicher Teil der Patienten lässt sich auch auf konservativem Weg sehr gut behandeln. Stößt die konservative Therapie jedoch an ihre Grenzen, kann ein zum richtigen Zeitpunkt durchgeführter Eingriff – abgestimmt auf die Wachstumsphasen und den motorischen Entwicklungsstand des Kindes – für die spätere selbstständige Bewegung einen erheblichen Unterschied machen. Deshalb kommt der regelmäßigen Kontrolle so viel Gewicht zu: Entscheidend ist nicht, ob operiert wird, sondern wann.

Häufige Fragen

Nein. Nach heutigem Kenntnisstand ist der Zustand nicht heilbar, in der Regel aber gut behandelbar, und die Lebensqualität des Kindes kann mit gezielten Therapien verbessert werden.

Nein. Die Schädigung des zentralen Nervensystems ist statisch, in ihr findet kein fortschreitender Untergang statt.

Weil der Körper wächst. Der spastische Muskel wächst nicht im gleichen Tempo wie der Knochen, und dieses Ungleichgewicht führt mit der Zeit zu einer Kontraktur und anschließend zu einer Deformität.

Nein. Ein erheblicher Teil der Patienten kommt auch mit konservativer Behandlung gut voran. Die Operation kommt dann in Betracht, wenn Physiotherapie, konduktive Förderung und Orthesen an ihre Grenzen stoßen.

Die operative Belastung ist geringer, das Gewebe heilt schneller, die Rehabilitation kann früher beginnen, und nach dem Eingriff ist mit weniger Schmerzen zu rechnen.

Ja. Bei der gezielten Korrektur auf mehreren Ebenen lassen sich in einer einzigen Operationssitzung zum Beispiel Fehlstellungen von Hüfte, Knie und Sprunggelenk beheben.

Das muss individuell festgelegt werden, abgestimmt auf die Wachstumsphasen und den motorischen Entwicklungsstand des Kindes. Dazu dienen die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.

Die Eltern sind die wichtigsten Beobachter. Sie sind vierundzwanzig Stunden am Tag mit dem Kind zusammen und bemerken feine Veränderungen daher am frühesten. Eine kinderorthopädische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Sie feststellen, dass:

  • die Bewegungen des Kindes ungewöhnlich angespannt oder steif sind,
  • es die motorischen Meilensteine (Sitzen, Krabbeln, Aufstehen) schwerer erreicht und in seiner Entwicklung hinter Gleichaltrigen zurückbleibt,
  • es auffällig geht oder sich auf Zehenspitzen fortbewegt,
  • oder sein Bein asymmetrisch hält.
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