Konduktive Pädagogik
Was ist konduktive Pädagogik?
Das System der konduktiven Pädagogik, auch bekannt als konduktive Förderung, ist eine echte ungarische Innovation, die von András Pető entwickelt wurde.
Die konduktive Pädagogik hat eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen und betrachtet die Person als vielschichtige Einheit, als Ganzes von Körper-Seele-Geist. Ihre Methode ermöglicht die Entwicklung von Personen, die mit Schädigungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems leben. Besonders hervorragende Ergebnisse können bei der komplexen Entwicklung von Personen mit motorischen Beeinträchtigungen erzielt werden.
Das Ziel der konduktiven Pädagogik ist die Förderung der Entwicklung grobmotorischer und feinmotorischer, kognitiver und sozialer Fähigkeiten. Durch die synergetische Anwendung pädagogischer, psychologischer und rehabilitativer Techniken wird eine bessere Lebensqualität für Patienten zugänglich. Die Entwicklung des aktivsten und unabhängigsten, konstruktivsten Lebensstils, der den individuellen Fähigkeiten entspricht, kann erreicht werden.
Wann wird konduktive Förderung empfohlen und wem hilft sie am meisten?
Konduktive Pädagogik kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern angewendet werden. Sie kann in jedem Alter wirksam sein, aber Kinder haben aufgrund der größeren Plastizität des Gehirns oft ein größeres Entwicklungspotenzial.
Konduktive Förderung für Kinder
Für Kinder in kontinuierlicher Entwicklung kann die Methode der konduktiven Pädagogik Teil einer sorgfältigen Erziehung werden. Dies kann die Lebensperspektiven der Kinder verbessern und ihnen die Möglichkeit bieten, ein erfüllteres Erwachsenenalter zu erreichen.
Wir begrüßen Kinder zur konduktiven Förderung in folgenden Fällen:
- Frühgeborene Kinder
- Neurologische Beteiligung
- Schwere und leichte motorische Entwicklungsverzögerung
- Fuß- und Wirbelsäulendeformitäten
- Sensorische Überempfindlichkeit
- Sensorische, intellektuelle oder sprachliche Beeinträchtigungen
- Motorische Beeinträchtigung, veränderter motorischer Status
- Kinder mit Zerebralparese
Für Kinder im Vorschulalter (3–6 Jahre) ist unser Ziel, eine adaptive Entwicklung basierend auf individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen zu bieten, die den Altersmerkmalen entspricht und in spielerischer Form erfolgt. Die Sitzungen werden komplex umgesetzt und entwickeln Bewegung, Intellekt, Sprache und Kommunikation, Manipulation, Spielaktivität, Wahrnehmung, Selbstversorgung, Gleichgewicht, Auge-Hand- und Auge-Fuß-Koordination sowie soziale Fähigkeiten. Die Sitzungen finden in Gruppen und durch differenzierte individuelle Entwicklung statt.
Natürlich können bedeutende Ergebnisse nicht nur bei Vorschulkindern, sondern auch bei älteren Kindern erzielt werden.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind von konduktiver Förderung profitieren würde, die aufgeführten Symptome/Erkrankungen jedoch nicht vollständig mit den oben genannten übereinstimmen, zögern Sie bitte nicht, BMM zu kontaktieren. Unsere Konduktorin, Lili Darai, wird Ihnen helfen.
Konduktive Pädagogik für Erwachsene
Konduktive Pädagogik ist nicht ausschließlich für Kinder; sie kann auch hervorragend bei der Entwicklung von Erwachsenen angewendet werden. In höherem Alter wird die Therapie in folgenden Fällen empfohlen:
- Zerebralparese
- Traumatische Hirnverletzung
- Fuß- und Wirbelsäulendeformitäten
- Verschiedene Zustände nach Schlaganfall (Hemiparese, Aphasie)
- Parkinson-Krankheit
- Multiple Sklerose
Für Erwachsene ist unser primäres Ziel die Rehabilitation von Personen mit motorischen Beeinträchtigungen, ihre soziale Integration und die Unterstützung beim Erreichen des größtmöglichen Grades an Unabhängigkeit.
Wir legen besonderen Wert auf Folgendes:
- Erlernen individueller Positionswechsel
- Entwicklung grob- und feinmotorischer Fähigkeiten
- Herstellung einer symmetrischen Körperposition
- Reduzierung pathologischer Mitbewegungen
- Entwicklung der Auge-Hand-Koordination
- Bewusstsein für Richtungen
- Verbesserung des Greifens und Loslassens
- Entwicklung logischen Denkens und der Aufmerksamkeit
Konduktive Pädagogik ist sowohl im Einzel- als auch im Kleingruppenformat verfügbar
Wenn unser Patient in die Welt der konduktiven Pädagogik eintritt, laden wir ihn zu individuellen und kleinen Gruppenabenteuern ein. Der Entwicklungsweg beginnt mit der Erstbeurteilung, bei der wir personalisierte, erreichbare kurz- und langfristige Ziele festlegen.
Nachdem wir eine vertrauensvolle, sichere Atmosphäre geschaffen haben, vermitteln wir unseren Patientinnen und Patienten nicht nur Wissen, sondern inspirieren sie auch, sich weiterzuentwickeln. Wir begeben uns auf eine gemeinsame Reise, die das Erlernen sogenannter „orthomotorischer Lösungen“ umfasst. Während wir uns auf die Entwicklung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten konzentrieren, berücksichtigen wir in der konduktiven Förderung selbstverständlich auch altersspezifische Besonderheiten.
Unser primäres Ziel ist die Beseitigung unerwünschter Bewegungsmuster, die Entwicklung des Nervensystems und die Erleichterung täglicher Aktivitäten. In diesem Prozess ist die Einhaltung von schrittweiser Progression, Regelmäßigkeit und Beständigkeit entscheidend. Das häusliche Üben des während der therapeutischen Sitzungen Gelernten verstärkt das Lernen weiter und hilft, die besten Ergebnisse zu erzielen.
Es ist erwähnenswert, dass die konduktive Pädagogik nicht nur die körperliche Entwicklung priorisiert. Dies ist ein ganzheitlicher Ansatz, der körperliche, geistige und emotionale Entwicklung ausbalanciert. Aus diesem Grund beinhalten therapeutische Sitzungen oft spielerische Elemente und kreative Techniken, die dazu beitragen, den Lernprozess angenehm zu gestalten. All dies trägt zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit und zur Förderung des selbstständigen Lebens bei.
Unsere Konduktorin
Lili Darai
Konduktor
Termin telefonisch buchen
Online-Terminbuchung