Prothesenrevision
Was bedeutet eine Revisionsoperation?
Der operative Austausch von bereits implantierten Gelenkprothesen (Schulter, Hüfte, Knie) wird als Revision bezeichnet. Bei einem sich abzeichnenden Problem sind Revisionsoperationen kurze Eingriffe. In schwereren Fällen sind sie jedoch größer und komplexer als herkömmliche Implantationen.
Die Notwendigkeit einer Revision wird stets vom behandelnden Arzt anhand des Zustands des Patienten entschieden.

Warum ist es notwendig, nach der Prothesenimplantation jährliche Nachuntersuchungen wahrzunehmen?
Die Teilnahme an einer jährlichen Nachuntersuchung nach der Prothesenimplantation ist verpflichtend. Dies ist auch dann erforderlich, wenn der Patient völlig beschwerdefrei ist!
Die Nachsorge dient nicht der Behandlung eines bestehenden Problems, sondern dessen Vorbeugung. Neben einer körperlichen Untersuchung werden auch Röntgen-Diagnostiken durchgeführt. Jährliche Röntgenaufnahmen sind äußerst wichtig, da sie Probleme aufdecken können, die keine Symptome verursachen, unbehandelt jedoch zu schweren Komplikationen wie Osteolyse führen können.
Bei einer Osteolyse kommt es zum krankhaften Abbau von Knochengewebe rund um das Implantat. In solchen Fällen ist die Revisionsoperation langwierig und kann eine Knochentransplantation erforderlich machen.
Wann sollte eine Revision durchgeführt werden?
Bei der первären Prothesenimplantation entscheidet der Patient nach Rücksprache mit dem Arzt, ob er sein abgenutztes/beschädigtes Gelenk durch ein Implantat ersetzen lassen möchte. In dieser Situation stehen oft Monate zur Verfügung, um eine Entscheidung zu treffen.
Im Gegensatz dazu bleibt beim Austausch eines bereits vorhandenen Implantats keine Zeit zum Abwägen. Hält der Arzt die Revision für gerechtfertigt und notwendig, muss sie umgehend durchgeführt werden. Eine Verzögerung der Operation kann die Probleme verschlimmern und zu schweren Komplikationen führen, die langfristig negative Folgen für die Gesundheit des Patienten haben können.
Jährliche Nachuntersuchungen können sich anbahnende Probleme auch bei beschwerdefreien Patienten erkennen:
- Prothesenlockerung
- Verschleiß oder Bruch implantierter Prothesenkomponenten
- Infektionsbedingte Entzündung des Gewebes rund um die Prothese
- Knochenbruch aufgrund geschwächter Knochenstruktur, sogenannte periprothetische Fraktur
- Luxation

Welche Symptome deuten auf die Notwendigkeit einer Revision hin?
In vielen Fällen gibt es keine eindeutigen Anzeichen oder Beschwerden. Früher Prothesenverschleiß zeigt oft keine Warnsymptome – ebenso bleibt das Vorhandensein niedrigvirulenter Erreger häufig unbemerkt.
Ohne regelmäßige ärztliche Untersuchungen können Jahre ohne Warnzeichen vergehen. Das ist jedoch sehr gefährlich, da sich Zustände mit schweren Infektionen oder Schädigungen des Knochengewebes entwickeln können.
Natürlich gibt es auch Fälle, in denen eindeutige Anzeichen vor der Notwendigkeit einer Revision warnen:
- Schmerzen im Bereich des Prothesengelenks
- Ausstrahlende Schmerzen in die Extremität
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Luxation
Was kann der Patient während einer Revisionsoperation erwarten?
Ob eine relativ kurze und einfache oder eine größere und komplexere Revisionsoperation erforderlich ist, hängt von Art und Schwere des Problems ab.
- In leichteren Fällen kann ein teilweiser Austausch der Prothese ausreichen – zum Beispiel wird nur der Prothesenkopf erneuert.
- Bei schwereren Problemen ist jedoch mit einer Operation mit höherer Belastung, größerem Blutverlust und einer längeren Erholungszeit zu rechnen. Auch Knochentransplantationen und weitere interne Fixationen (z. B. Schrauben, Platten) können notwendig sein.
Bei Revisionsoperationen werden am häufigsten zementfreie Prothesen implantiert.
Ablauf der Operation
- Das Gelenk wird mittels eines minimalinvasiven Verfahrens freigelegt.
- Der Chirurg entfernt die vorherige Prothese (teilweise oder vollständig). – Bei zementierten Prothesen dauert dieser Vorgang etwas länger.
- Die Knochenenden – und bei Schulter- und Hüftprothesen die Pfanne – werden gereinigt und vorbereitet.
- Der Arzt setzt die neue Prothese ein.
- Insbesondere bei Hüft- und Schulterrevisionen kann eine Komponente mit einem längeren Schaft als der ursprüngliche Prothesenschaft implantiert werden.
- Falls erforderlich, wird das Implantat zusätzlich mit Schrauben fixiert.
- Der Chirurg überprüft den Sitz der neuen Komponenten.
- Nach Infiltration des Operationsgebiets wird die Wunde mit Klammern oder Nähten verschlossen.
Erholungszeit und Leben nach der Revision
Die Art der Erholungsphase hängt von der Art der Revisionsoperation ab.
- Bei leichteren Revisionsoperationen ist eine Erholung zu erwarten, die der Erstimplantation ähnelt oder minimal schneller verläuft.
- Bei schweren Revisionen ist die Rehabilitationszeit im Vergleich zur первären Prothesenoperation länger. Ein Grund dafür ist, dass die Operation selbst länger dauert und häufig mit größerem Blutverlust verbunden ist.
In beiden Fällen ist es wichtig, die Anweisungen des Arztes und des Physiotherapeuten strikt zu befolgen, um Komplikationen zu vermeiden und eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten.
Die voraussichtliche Erholungszeit beträgt 3–6 Monate. Danach kann der Patient wieder schmerzfrei und vollwertig leben.

Welche Komplikationen können bei einer Revisionsoperation auftreten?
Wie bei jeder Operation können auch bei einer Prothesenrevision unerwartete Folgen auftreten. Durch den wiederholten Eingriff am betroffenen Gelenk treten Komplikationen häufiger auf als bei der первären Operation.
- Blutgerinnsel
- Wundinfektion
- Hämatom
- Luxation
- Nervenschädigung
- Bruch der umgebenden Knochen
- Prothesenbruch
Es ist wichtig, sich möglicher Risikofaktoren bewusst zu sein, aber ebenso entscheidend ist, daran zu denken, dass eine Verzögerung oder Ablehnung der Operation zu Folgen führen kann, die noch schwerwiegender sind als mögliche Komplikationen.
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Leitender Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Universitätsdozent, Robotikchirurg
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Orthopäde-Traumatologe, leitender Operateur, Robotikchirurg
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