Immunologie Privatambulanz
Die Immunologie ist die medizinische Wissenschaft, die das körpereigene Abwehrsystem, das Immunsystem, untersucht und behandelt. Das ordnungsgemäße Funktionieren des Immunsystems ist von grundlegender Bedeutung für ein gesundes tägliches Leben. Eine abnormale Funktion kann jedoch erhebliche Schäden im gesamten Körper verursachen. Die Aufgabe des Facharztes für Immunologie besteht darin, immunbedingte Erkrankungen zu erkennen, zu diagnostizieren und zu behandeln. In vielen Fällen erfordert die Patientenversorgung die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachrichtungen wie Rheumatologen, Endokrinologen, Internisten und Neurologen.
Wie funktioniert das Immunsystem?
Das Immunsystem ist der Abwehrmechanismus des menschlichen Körpers, ein hochkomplexes System, dessen Hauptfunktion darin besteht, vor fremden Krankheitserregern zu schützen. Dazu gehören beispielsweise bakterielle oder virale Infektionen. Die Zellen des Immunsystems erkennen infektiöse, fremde Zellen und beginnen, Antikörper, sogenannte Antitests, gegen sie zu produzieren. Dies wird als Immunantwort bezeichnet.
Die Funktionsweise des Immunsystems ist ein hochkomplexes und kompliziertes System. Bei Fehlfunktionen können sogenannte Autoimmunerkrankungen entstehen, die sich ernsthaft negativ auf den gesamten menschlichen Körper sowie auf die täglichen Aktivitäten auswirken.
Reproduktionsimmunologie
Bei wiederholten Fehlgeburten oder Unfruchtbarkeit kann vermutet werden, dass eine Autoimmunreaktion die zugrunde liegende Ursache ist. Die Untersuchung und Lösung dieses Problems fällt in den Bereich der Fertilitätsmedizin, auch bekannt als Reproduktionsimmunologie. Wenn es keine organische oder hormonelle Ursache für die Empfängnis gibt, diese jedoch nicht eintritt, oder sie zwar eintritt, aber mehrfach in einer Spontanfehlgeburt endet, ist es ratsam, einen Reproduktionsimmunologen zu konsultieren.
Auftreten immunologischer Erkrankungen
Die genaue Ursache immunologischer Störungen und Erkrankungen ist der modernen Medizin nicht bekannt; jedoch sind genetische Veranlagung und Umweltfaktoren bekannte Risikofaktoren. Autoimmunerkrankungen treten am häufigsten in jungen Jahren, sogar im Kindesalter, auf und können in selteneren Fällen auch im hohen Alter auftreten. Statistiken zufolge ist die Inzidenzrate bei Frauen höher als bei Männern.
Patientenstimmen
Welche Beschwerden rechtfertigen die Konsultation eines Facharztes für Immunologie?
- Chronische Müdigkeit, Lethargie.
- Anhaltende Gelenkschmerzen oder Entzündungen.
- Anhaltendes subfebriles Fieber oder Fieber.
- Übermäßiger, abnormaler Haarausfall.
- Lymphknotenvergrößerung.
- Augen- und Mundtrockenheit.
- Häufige Atemwegsinfektionen.
- Muskelschmerzen.
- Wiederholte Fehlgeburten oder Unfruchtbarkeit nach Ausschluss organischer Ursachen.
Was sind die häufigsten Autoimmunerkrankungen?
Eine Autoimmunerkrankung ist ein Problem, das sich aufgrund einer abnormalen Funktion des Immunsystems entwickelt. In diesem Fall erkennt das Immunsystem die körpereigenen gesunden Zellen nicht, nimmt sie als schädliche fremde Entitäten wahr und greift sie an. Die gegen die körpereigenen Zellen produzierten Antikörper zerstören gesunde Zellen und verursachen schwere Erkrankungen.
Autoimmunerkrankungen können in zwei Gruppen unterteilt werden:
- Organspezifische Autoimmunerkrankungen, wenn ein bestimmtes Organ oder ein Zellgewebetyp betroffen ist.
- Systemische Autoimmunerkrankungen, bei denen mehrere verschiedene Organe oder Organsysteme betroffen sind. Zu solchen Erkrankungen gehören undifferenzierte Autoimmunkollagenose, systemischer Lupus erythematodes, Antiphospholipid-Syndrom, systemische Sklerose, Sjögren-Syndrom, entzündliche Muskelerkrankungen, Mischkollagenose und systemische Vaskulitis.
Was geschieht während einer immunologischen Untersuchung?
Der erste Schritt der immunologischen Untersuchung ist eine gründliche Befragung des Patienten, die Anamnese, d. h. die Erhebung der Krankengeschichte. Die Beschreibung der erlebten Symptome ist von grundlegender Bedeutung für die Festlegung der Untersuchungsrichtung. Wenn der Patient frühere Testergebnisse oder Laborbefunde im Zusammenhang mit seinen Beschwerden hat, werden diese gründlich überprüft und besprochen. Es folgt eine körperliche Untersuchung basierend auf den beschriebenen Symptomen. Nach der Konsultation und Untersuchung kann der Facharzt für Immunologie weitere Tests empfehlen, um eine genaue Diagnose zu stellen. Dazu können zusätzliche spezifische Labortests, bildgebende radiologische Untersuchungen und häufig weitere fachärztliche Untersuchungen (z. B. pneumologische, kardiologische Beurteilung) gehören.
Sobald die Testergebnisse vorliegen, stellt der Facharzt für Immunologie die Diagnose und den personalisierten Behandlungsplan auf. Die Behandlung immunologischer Erkrankungen ist komplex und oft lebenslang. Sie erfordert kontinuierliche Überwachung und Betreuung. In den meisten Fällen kann mit der geeigneten Therapie die frühere Lebensqualität wiederhergestellt und die Beschwerden können beseitigt werden.
Unser Facharzt für Immunologie
Dr. Angéla Fülöp
Facharzt für Immunologie und Rheumatologie, Chefarzt
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