Massagepistole

Massagepistole
Autorin Dorottya Sándor | 14. September 2020
Was sollten Sie darüber wissen?
Behandlung mit der Massagepistole
Massagepistolen sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden.
Sind diese Geräte wirklich so effektiv? Bevor wir diese Frage beantworten, werfen wir einen kurzen historischen Rückblick.
Ist die Massagepistole ein effektives Hilfsmittel?
Sportwissenschaftler begannen bereits im frühen 19. Jahrhundert mit der Untersuchung der Anwendung mechanischer Vibrationen und Oszillationen zur Verbesserung der Muskelfunktion und der sportlichen Leistung. Bei Vibrationsbehandlungen nutzen wir die physiologischen Reaktionen auf mechanische Schwingungen als Therapie. Vibration ist eine kurze und schnelle oszillierende Bewegung, die sich kontinuierlich wiederholt. Vibrationen können mit verschiedenen Geräten angewendet werden, entweder als lokale Therapie oder als Ganzkörpervibration.
Die Massagepistole als neuromuskuläres Vibrationsgerät wurde vom Chiropraktiker Jason Werseland entwickelt, der entdeckte, wie man Heilung und Benutzerfreundlichkeit in einem einzigen Gerät vereinen kann. Seitdem sind Massagepistolen zu einem weltweit beliebten Hilfsmittel geworden, das nicht nur von Therapeuten, sondern auch von Profisportlern eingesetzt wird. Die Antwort auf unsere Frage lautet also: Ja, sie ist nicht nur eine sehr angenehme Behandlung, sondern ebenso effektiv.
Wie funktioniert die Massagepistole?
Zahlreiche Rezeptoren befinden sich in der Bindegewebsfaszie, die unsere Muskeln umgibt, sowie in unseren Muskeln, Sehnen, Gelenkkapseln und Gelenkbändern. Unsere Rezeptoren nehmen verschiedene Reize wahr: Druck, Vibration, Schmerz und die räumliche Position unserer Gelenke. Bei Weichteilbehandlungen können wir durch die Stimulierung der Rezeptoren mit angemessener Intensität über komplexe neurologische Mechanismen eine Verringerung der Bindegewebsspannung erreichen und dadurch Schmerzen lindern. Im Falle einer Behandlung mit der Massagepistole stimulieren wir unsere Bindegewebsfaszie mit Druck und Vibration.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nichts das richtige Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport ersetzen kann! Die Massagepistole ist als ergänzende Therapie mit hervorragenden Ergebnissen einzusetzen.
Das Gerät kann an mehreren Muskelgruppen am ganzen Körper verwendet werden, es ist jedoch ratsam, den direkten Kontakt mit der Wirbelsäule zu vermeiden. Bei schwerwiegenderen Muskelverletzungen wird empfohlen, für eine schnellere Genesung einen Spezialisten zu konsultieren!
Die Therapie kann mit vielen anderen Behandlungsoptionen kombiniert werden: Stoßwellentherapie, Ultraschalltherapie, TAPE-Anwendung, manuelle Faszientherapien, Schröpfen, Faszienmesser-Behandlung, Flossing.
Wofür ist die Massagepistole gut?
Vibrationsgeräte sind in der Lage, mit verschiedenen Frequenzen zu vibrieren, typischerweise im Bereich von 30–50 Hz. Während der Behandlungen verwenden wir verschiedene Behandlungsköpfe: aus festem Kunststoff oder Silikon. In Bezug auf die Form sind viele Varianten verfügbar: kugelförmig, Doppelgabel, Meißel, konisch. Wir wählen den Kopf aus, der am besten zu den Beschwerden der jeweiligen Region passt, mit dem Ziel, Schmerzen zu minimieren.
Therapeutische Indikationen:
- Weichteilspannungen
- Muskelschmerzen
- Triggerpunkte
- Narbenbehandlung
- Tennisarm, Golferarm, Fersensporn, Läuferknie-Syndrom, Sehnenscheidenentzündung
- Ergänzung zur Stoßwellentherapie
- Regeneration nach dem Sport
Therapeutische Kontraindikationen:
- Embolie, Thrombose in der medizinischen Vorgeschichte
- Bei Frakturen, vor der Kallusbildung
- Schwangerschaft
- Erhöhte Blutungsneigung
- Akute Entzündungen
- Bei Kindern vor dem Verschluss der Wachstumsfugen
Bei einer Vorgeschichte bösartiger Tumore ist für physikalische Therapiebehandlungen unabhängig von der Region eine onkologische Empfehlung erforderlich.
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