Bandscheibenprotrusion
Bandscheibenprotrusion
Bei den täglichen Bewegungen und Belastungen verliert die Bandscheibe an Wassergehalt, und am Abend kann unsere Körpergröße 1-2 cm geringer sein als am Morgen. Nachts, in der Ruhephase, wird die Bandscheibe mit Flüssigkeit ‚aufgefüllt‘, regeneriert sich und nimmt an Größe zu.
Im Laufe der Jahre nimmt diese Regenerationsfähigkeit ab, und mit dem Prozess der ‚Abnutzung‘ können am äußeren Ring der Bandscheibe kleinere und größere Risse entstehen, die zu einer Vorwölbung der inneren Bandscheibe führen. Bestimmte ungünstige Bewegungen, wie plötzliches Drehen oder Beugen, führen zu kleinen Verletzungen der Bandscheibe, der Faserring reißt, seine Kontinuität wird unterbrochen und die innere gallertartige Substanz verlagert sich, was als Bandscheibenvorfall bezeichnet wird. Je nach dem umgebenden Gewebe, das unter dem Druck der Vorwölbung steht, können die Symptome variieren.
Der Prozess beginnt etwa ab dem 30. Lebensjahr und verstärkt sich, wenn die Bandscheibe einer ständigen hohen oder falsch ausgerichteten Belastung ausgesetzt ist. Der Druck kann sich auf die zwischen den Wirbeln austretenden Nervenwurzeln beschränken oder sich direkt auf das Rückenmark ausdehnen. Dieser Prozess kann zu lokalen und ausstrahlenden Schmerzen, Funktionseinbußen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen in dem Bereich führen, der von dem Nerv innerviert wird. Für eine genaue Diagnose wird eine detaillierte bildgebende Untersuchung, wie z.B. eine MRT-Untersuchung, empfohlen. Die konservative Behandlung eines Bandscheibenvorfalls wird von einem Orthopäden, Rheumatologen und Neurologen durchgeführt, während die Operation von Neurochirurgen vorgenommen wird. Beim Auftreten der ersten Symptome wird empfohlen, sich auf eine harte Unterlage zu legen und dann einen Spezialisten aufzusuchen. Zu den Behandlungsvorschlägen gehören Medikamente, Physiotherapie, Wirbelsäulengymnastik und in letzter Instanz eine Operation.
Examen: Facharzt für Orthopädie, Rheumatologe, Neurologe
Therapie: Facharzt für Orthopädie, Facharzt für Rheumatologie, Facharzt für Neurochirurgie Facharzt, Krankengymnastin-Physiotherapeutin.
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